2026-08-31
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Ratgeber — Datenschutz

Google ersetzen, Zeile für Zeile: der private Stack und was er wirklich kostet

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Der Abschied von Google spart kein Geld. Das meiste, was Sie ersetzen würden, kostet auf beiden Seiten nichts, und die beiden Zeilen mit Preis sind teurer als die Werkzeuge, die sie ablösen. So sieht der Wechsel ehrlich aus: Die Summe unten ist der Preis für Privatsphäre, nicht deren Ersparnis.

Der Wechsel, Zeile für Zeile

 Was Sie heute nutzenPrivate AlternativeWas sie kostet
Mail & KalenderGmail, Google KalenderProton Mail, Tuta, Mailbox.org, PosteoPreis variiert
Cloud-SpeicherGoogle DrivepCloud, Internxt, FilenPreis variiert
PasswörterGoogle PasswortmanagerProton Pass€4.99
Pass Plus
VPNKeines — Ihr Netzbetreiber sieht jede Seite, die Sie öffnenProton VPN€9.99
VPN Plus
BrowserChromeFirefox, Vivaldikostenlos
SucheGoogle SucheStartpage, Qwant, Ecosia, Mojeekkostenlos
ÜbersetzungGoogle ÜbersetzerDeepL, kostenlose Stufekostenlos
Monatssumme, nur bepreiste Zeilen€14.98

Zwei Zeilen tragen absichtlich keine Zahl. Die Preisseiten für Mail und Speicher haben wir noch nicht erfasst, und diese Seite druckt keinen Preis, den sie nicht gelesen hat — siehe unsere Methode. Die Summe addiert ausschließlich die beiden Zeilen mit Preis.

Ratgeber zum Google-Ausstieg beginnen fast immer mit einer Ersparnis. Diese Rechnung geht schon vor der ersten Zeile nicht auf, denn die Google-Dienste, die praktisch alle nutzen, kosten kein Geld: Suche, Chrome, der Übersetzer, ein privates Gmail-Konto samt Speicher. Bezahlt wird mit dem, was diese Dienste über Sie lernen — nicht mit Euro. Ein Wechsel kann deshalb gar nicht als niedrigere Rechnung erscheinen, und wer Ihnen eine vorrechnet, vergleicht mit einer Rechnung, die Sie nie bekommen haben.

Diese Tabelle macht deshalb das Gegenteil: Sie zeigt, was der private Ersatz kostet, Zeile für Zeile, und lässt die Summe sein, was sie ist. Fünf der sieben Zeilen kosten nichts — Browser, Suchmaschine und Übersetzer sind auf beiden Seiten kostenlos, zwei weitere Zeilen haben wir schlicht noch nicht erfasst. Bleiben zwei Zeilen mit einer Zahl, Passwörter und VPN, und eine Monatssumme von €14.98.

Unbequem wird es beim Vergleich mit den Anbietern, die hier abgelöst werden. Proton VPN verlangt €9.99, NordVPN in der günstigsten bezahlten Stufe €3.49; Proton Pass verlangt €4.99, NordPass €1.99. In beiden Zeilen ist die private Option die teurere — und beide Vergleiche stehen in derselben Währung, weil alle drei Anbieter deutschen Leserinnen und Lesern in Euro auszeichnen. 1Password, der andere naheliegende Vergleich, tut das nicht: Dort steht $2.99 in Dollar, in jedem Markt gleich, und lässt sich deshalb nicht ohne Umrechnung neben einen Euro-Betrag stellen — umgerechnet wird hier nie. Die vollständigen Tarifleitern stehen in Proton VPN gegen NordVPN und Bitwarden gegen 1Password.

Es gibt einen Weg durch diese Liste, der gar nichts kostet, und für die meisten Leserinnen und Leser ist er der richtige Anfang. Beide bepreisten Zeilen haben eine Stufe zu €0 — eine echte Tarifstufe, kein Test mit Ablaufdatum. Zusammen mit den drei kostenlosen Zeilen lässt sich der komplette Stack aus sieben Zeilen aufbauen, ohne irgendwem etwas zu zahlen. Die bezahlten Stufen sind dann ein späteres Upgrade und keine Eintrittskarte.

Ausgerechnet die beiden leeren Zeilen sind die wichtigsten — und genau deshalb bleiben sie leer. Mail und Speicher sind die Stellen, an denen der Abschied von Google tatsächlich wehtut: eine Adresse, an die andere längst schreiben, und Dateien, auf die andere Werkzeuge längst zeigen. Es sind zugleich die Zeilen, in denen eine erfundene Zahl den größten Schaden anrichten würde. Sobald die Erfassung vorliegt, füllen sie sich, und die Summe am Fuß der Tabelle bewegt sich mit.

Fangen Sie mit der Zeile an, die sich rückgängig machen lässt

Browser und Suchmaschine sind an einem Nachmittag gewechselt und genauso schnell wieder zurückgetauscht — deshalb gehören sie an den Anfang. Mail ist das Gegenteil: Nicht die Software bindet, sondern die Adresse, und jedes Konto, das darauf läuft, wird zur Umzugsaufgabe. Wer die umkehrbaren Zeilen zuerst nimmt, gewinnt die Gewohnheit ohne das Risiko.

Die kostenlosen Stufen sind die ehrliche Empfehlung

In den beiden Zeilen mit Preis sind die Gratis-Tarife echte Stufen und keine Countdowns — €0 beim Passwortmanager und €0 beim VPN. Die meisten sollten damit einen Monat leben, bevor sie irgendetwas bezahlen. Ist der bezahlte Schritt danach die Sache wert, steht er weiterhin zu €4.99 und €9.99 bereit.

Zwei der kostenlosen Zeilen kommen aus Europa

DeepL sitzt in Köln, Ecosia in Berlin, Qwant in Paris, Startpage in den Niederlanden. Für die Übersetzungs- und Suchzeile heißt das: Der Wechsel kostet nichts und verlässt den europäischen Rechtsraum nicht — das ist die seltene Kombination in dieser Tabelle und ein guter Grund, hier anzufangen.

Was dieser Wechsel nicht leistet

Keine dieser Zeilen macht Sie anonym, und ein VPN verschiebt das Vertrauen, statt es abzuschaffen: Ihr Netzbetreiber sieht die aufgerufenen Seiten nicht mehr, der VPN-Anbieter könnte es stattdessen. Was sich wirklich ändert, ist der Rechtsraum, in dem Ihre Daten liegen, und ob das Unternehmen sein Geld mit Werbung verdient. Das ist ein echter Unterschied — aber eben eine andere Aussage als Privatsphäre.

Fragen, die tatsächlich gesucht werden

Spart der Abschied von Google Geld?

Nein. Wer etwas anderes verspricht, vergleicht mit einer Rechnung, die Sie vermutlich nie hatten. Googles Verbraucherdienste kosten kein Geld, also ist die ehrliche Summe dieses Wechsels ein Kostenpunkt und keine Ersparnis: €14.98 im Monat für die beiden Zeilen mit Preis, nichts für den Rest.

Geht das Ganze auch, ohne zu bezahlen?

Fast vollständig, ja. Browser, Suche und Übersetzung sind auf beiden Seiten kostenlos, und die beiden bepreisten Zeilen veröffentlichen je eine Stufe zu €0 — eine Tarifstufe, kein Test. Die bezahlten Stufen bringen mehr Speicher, mehr Geräte und mehr Server; diese Entscheidung können Sie vertagen, bis Sie mit den kostenlosen gelebt haben.

Warum steht bei Mail und Speicher kein Preis?

Weil wir diese Preisseiten noch nicht in den Bestand gelesen haben, und diese Seite druckt keine Zahl, die sie nicht gelesen hat. Die Alternativen zu nennen, ohne sie zu bepreisen, ist die ehrliche halbe Antwort; eine plausibel klingende Zahl zu erfinden, würde die ganze Tabelle entwerten.

Ist die private Option immer die teurere?

In den beiden hier bepreisten Zeilen ja. Proton Pass steht bei €4.99 gegen €1.99 bei NordPass, Proton VPN bei €9.99 gegen €3.49 bei NordVPN — beides Vergleiche in derselben Währung. Beide Abstände sind real und beide sind oben datiert. Das Argument für den Wechsel liegt beim Rechtsraum und beim Geschäftsmodell, nicht bei der Rechnung.

Jede Zahl auf dieser Seite wurde am oben genannten Datum von der öffentlichen Preisseite des jeweiligen Anbieters im Markt dieser Ausgabe gelesen; diese Seiten werden täglich erneut geprüft. Zeilen ohne Zahl sind Zeilen, die wir nicht gelesen haben — sie werden nie geschätzt, umgerechnet oder aus einem anderen Markt übernommen. Die Methode →

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